Die Geschichte von MADYN 2000

Die Ursprünge von MADYN gehen auf das Institut für Maschinendynamik der Universität Darmstadt zurück. Die Grundlagen wurden in den Jahren 1970 bis 1990 erforscht und entwickelt. Im Jahr 1983 wurde eine industrielle Version von MADYN lanciert. Diese Version wurde im wesentlichen von Dr. Klement erstellt, der den Code komplett neu schrieb und nicht nur die bestehenden Fragmente kombinierte. Über die Jahre wurde MADYN erweitert, unter anderem um nichtlineare Berechnungsmöglichkeiten. Im Jahr 1998 wurde von DELTA JS eine Ergänzung für Magnetlager entwickelt, um die Anforderungen industrieller Anwendungen zu erfüllen. Im Jahr 2001 wurde das Projekt MADYN 2000 gestartet mit folgenden Zielen:

  • Fokusierung auf Rotordynamik mit Berücksichtigung von Gehäuse und Fundamenteinfüssen
  • Bewahren der Möglichkeiten von MADYN
  • Volle Integration der Gleitlagerberechnung
  • Einführen neuer Features, die infoge neuer Technologien wie Magnetlager notwendig wurden.
  • Erhöhen der Robustheit der Solver (Eigenwerte, nichtlineare Zeitschrittintegration). Unter anderem werden MATLAB® Algorithmen  verwendet, wenn es zweckmässig ist.
  • Einführen einer modernen Benutzeroberfläche
  • Einführen einer klaren, zeitgemässen Darstellung von Modellen und Ergebnissen
  • Einführen einer modernen Datenstruktur (Stichwort Objektorientierung)
  • Einführen einer modernen Programmarchitektur, die notwendig war, um obige Ziele zu erreichen.

Das Projekt wurde von 4 Firmen unterstützt. Im Jahr 2004 wurde der letzte Meilenstein abgeschlossen und seit 2005 wird MADYN 2000 allgemein vertrieben.Seither gibt es jährlich ein bis zwei neue Versionen mit Verbesserungen und neuen Features.

Das Modul für die Gleitlagerberechnung in MADYN 2000 geht auf das Programm ALP3T zurück, das in mehr als 20 Jahren industrienaher Forschung hauptsächlich von Prof. Glienicke entstand, die von der deutschen  Forschungsvereinigung für Verbrennungskraftmaschinen (FVV)  unterstützt wurde. DELTA JS ist Mitglied dieser Vereinigung.